Der Weg des Harzes

LehrpfadeWanderungen

 

DER WEG DES HARZES

Einfacher, informativer und abwechslungsreicher Themenweg.

Abwechslungsreich und attraktiv gestaltet präsentiert sich der Themenweg im Biedermeiertal, der von der Gemeinde Markt Piesting gemeinsam mit dem Verein Die KEAföhrenen errichtet wurde.

Über 8 informative Stationen führt die knapp drei Kilometer lange Strecke von Markt Piesting, am Gelände des ehemaligen Harzwerkes vorbei, durch den duftenden Föhrenwald, leicht bergauf bis zum Start des Pecherlehrpfades Hernstein. Der WEG DES HARZES verbindet so die beiden früheren Pecherei-Zentren Markt Piesting und Hernstein.

8 Stationen vom großen Parkplatz in Markt Piesting bis zum Pecherlehrpfad in Hernstein

 

Der gut beschilderte Weg ist bequem in eineinhalb Stunden zu erwandern.

Auf 10 geschmackvoll gestalteten Tafeln wird man über die Entstehung, Gewinnung und Verarbeitung des Schwarzföhren-Harzes, das Leben der Pecher und den mühevollen Transport der Harzfässer informiert.

Aber auch neue Produkte rund um das Thema kann man kennenlernen, die ganz im Trend zu Naturprodukten liegen und dank der hohen Nachfrage das alte Handwerk neu auferstehen lassen.

Ein Holzxylophon lässt unterschiedliche heimischen Nadelhölzer klingen und eine Projektionstafel lässt bei einer aufwändig gestalteten Station die Konturender historischen Gebäude der ehemaligen Harzgenossenschaft auf dem ehemaligen Werksgelände auferstehen.

 

 

 

Abwechslungsreiche, leichte Wanderung für alle Altersgruppen, gutes Schuhwerk erfoderlich.
Länge knapp 3 km in eine Richtung zum Pecherlehrpfad Hernstein.

Besonders auch für Familien mit Kindern geeignet:

Station 2 befindet sich am Generationenpark, einem modernen großen Spielplatz für alle Altersgruppen.

Die Stationstafeln sind für Kinder ansprechend gestaltet. Vinzi, der neugierige Pecherbub, ist auf jeder Tafel mit dabei. Sein Name ist abgeleitet vom Schutzpatron der Pecher, dem heiligen Vinzenz. In einer von Kindern für Kinder gestalteten Broschüre erzählt Vinzi alles Wesentliche über das traditionelle Handwerk der Pecherei. Die Broschüre ist zum Selbstkostenpreis bei den KEAföhrenen und bei Alina's Hütte (geöffnet Mo - Fr) am großen Parkplatz in Markt Piesting erhältlich.

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Kombinationsmöglichkeiten:

Wanderung über den Pecherlehrpfad Hernstein mit Rastplatz, an dem sich die sehenswürdige, kunstvoll und modern gestaltete Vinzenzkapelle befindet.
Wanderung über Alkersdorf nach Hernstein zum Pechermuseum Hernstein (geöffnet an Sonn- und Feiertagen)
Rückweg zum Ausgangspunkt über die selbe Strecke zurück oder mehrere direkte, nicht markierte Wege möglich.
Einkehrmöglichkeiten: diverse Lokale in Markt Piesting, zB. der nahe gelegene Piestingerhof, Alina's Stüberl direkt am Startpunkt (Mo - Fr) , Restaurant "Blutalm" in ein paar Minuten vom Pecherweg Hernstein entfernt in Alkersdorf  (Do - So)
Der Bahnhof in Markt Piesting ist 5 Gehminuten vom Startpunkt entfernt.

 

 

 

Beim 3. NÖ. Museumstag am 13.5.2018, an dem sich 125 museale Einrichtungen im ganzen Land beteiligten,  nahm auch heuer der Pecherpfad Hölles mit zwei Schauvorführungen teil.

Bereits am Vormittag kam die Wiener Archäologin Dr. Claudia Behling mit einer Reisegruppe von 60 Personen zur Pechervorführung, wo diesmal besonderes Interesse an der jahrtausendelangen geschichtlichen Verwendung des Baumharzes stand und von beiden Seiten viele neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu hören waren. Vorher durften sich die Teilnehmer/Innen  noch mit einem Waldfrühstück stärken.

Am Nachmittag gab es anlässlich des Muttertages neben einer Schauvorführung mit einem der letzten echten ehemaligen Pecher, Gerhold Wöhrer, zu der fast 100 Besucher kamen und einer Kaffeejause unter den Föhrenbäumen eine Ehrung für die älteste Mutter, die den NÖ. Museumsfrühling besuchte: Mit 99 Jahren kam Katharina Wöhrer aus Hölles mit ihrer Tochter Emma zur Veranstaltung. Dazu gratulierte auch Vzbgm. Leopold Schagl ganz besonders.

Frau Wöhrer hat ja eine besondere Beziehung zum Föhrenwald: Sie ist nicht nur in unmittelbarer Nähe aufgewachsen, sondern ist bereits als Kind ab Ende der 1920er Jahre mit in den Wald gegangen und hat bis in die 1960er Jahre bei der Pechernte geholfen.

Besonders erfreulich: Auch zahlreiche ehemalige Berufspecher kamen nach Hölles und bekundeten so ihre Zugehörigkeit zu ihrem alten Pecherhandwerk – und das fast ein halbes Jahrhundert nach dessen Ende.  

Bildinfo:
Katharina Wöhrer (99), die mit ihrer Tochter kam, war die älteste Besucher des gesamten NÖ. Museumsfrühlings. Rechts Vzbgm. Leopold Schagl.
Foto: Ernst Schagl
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